Brexit Spezial

BREXIT SPEZIAL

Brexit - are you ready for the change?

Seit dem 1. Januar 2021 ist das Vereinigte Königreich nun nach 47 Jahren Mitgliedschaft nicht mehr Teil des EU-Binnenmarktes und der EU-Zollunion. Damit ändert sich das Verhältnis der Europäischen Union zur UK grundlegend. Das hat u.a. zur Folge, dass sich die Abwicklung vieler kommerzieller Transaktionen von Unternehmen, die in Geschäftsbeziehungen mit dem Vereinten Königreich stehen, ab dem 1. Janaur 2021 erheblich ändern. 

Klar ist, wenn Sie als Unternehmen/Unternehmer betroffen sind, müssen Sie sich auf eine Reihe von Veränderungen und Neuerungen einstellen. Das hängt von vielen Faktoren ab, vor allem aber vom Umfang Ihres Handelns in Großbritannien (Handel, E-Commerce, Spedition?) sowie von der Unternehmensgröße und der Branche.

Sollten Sie betroffen sein, ist eine Beratung durch einen Steuerexperten hierbei unumgänglich.

Unsere Brexit-Experten stehen Ihnen bei der Umstellung gerne beratend zur Seite und schaffen mit individuellen Lösungen die fundierte Basis, damit Sie auch in Zukunft über Grenzen hinweg erfolgreich agieren können.

Erste und aktuelle Informationen zu den einzelnen Veränderungen (zum Beispiel Änderungen beim Warentransport, Zollregelungen, Datenschutzrecht, Exportbeschränkungen, Beschäftigung Britischer Staatsangehöriger) finden Sie nachfolgend in unserer Checkliste über Links, die direkt zu den maßgeblichen Seiten führen. 

 


 

Aktuelle Seminare und Beiträge zum Thema

22.02.2021 - DORNBACH Update - Ausgabe Februar - Seite 3 - Steuerliche Folgen des Brexit

18.02.2021 - Umsatzsteuer-Seminar: u. a. zum Thema: USt-Folgen des Brexit – illustriert an einigen Grundfällen

28.06.2019 - Wirtschaft in Rheinland-Pfalz: Wenn es hart auf hart kommt

 

UK vs EU - Vorteile der EU-Mitgliedschaft

Kurz zusammengefasst: Eine Gegenüberstellung der Veränderungen im Vergleich zur EU

UK v. EU

Quelle: Europäische Kommission

Auswirkungen auf den Warentransport

In 2019 entfielen ca. 13 % des gesamten Warenhandels der Europäischen Union mit Drittländern auf das Vereinigte Königreich, während UK für ungefähr die Hälfte seines gesamten Warenhandels auf die Europäische Union angewiesen war.

Häufige Fragen und Antworten zum Brexit im Verkehrsbereich, insbesondere dem Bereich Flug-, Eisenbahn und Schifffahrtsverkehr sowie dem Transportwesen finden Sie stets aktualisiert auf der Seite des BMVI: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/brexit-faq.html

Gerne helfen Ihnen unserer Fachberater bei den Themen auch direkt weiter. Sprechen Sie uns an!

Rund um den Zoll ...

Seit dem 1. Januar 2021 müssen alle Warenlieferungen aus Großbritannien in die EU durch den Zoll abgefertigt werden. Für den Warenverkehr mit Großbritannien (ohne Nordirland) müssen Zollformalitäten für Exporte in oder Importe aus Drittländern beachtet werden. Für Nordirland gilt das nicht.

Eine tolle Zusammenfassung von „Welche Unternehmen betroffen sind", über Zollformalitäten, Präferenzrechte bis hin zu Exportkontrollen finden Sie auf der Seite der IHK München: https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Internationalisierung/Freier-Handel/BREXIT/Brexit-und-Zoll/index.jsp

Weitere Informationen finden Sie ebenfalls auf der von der britischen Regierung eingerichteten Website: https://www.check-future-uk-trade-tariffs.service.gov.uk/tariff

Im Einzelfall ist eine Beratung durch einen Experten unumgänglich. Gerne helfen Ihnen unserer Fachberater bei den Themen auch direkt weiter. Sprechen Sie uns an!

Drittstaatenregelung

Für den Handel mit Dienstleistungen relevant ist, dass die Niederlassungsfreiheit und der freie Dienstleistungsverkehr im Sinne der Unionsverträge entfallen.

EU-Dienstleistungserbringer müssen im UK nachweisen, dass sie alle UK-Vorschriften einhalten und alle Genehmigungen zur Dienstleistungserbringung vorliegen.

Um Zugang zum EU-Binnenmarkt zu erhalten, müssen britische Dienstleister nachweisen, dass alle Vorschriften eingehalten werden und alle Genehmigungen vorliegen, die für die Ausübung der Dienstleistung in der EU nötig sind. Bei Finanzdienstleistungen gelten nur noch die üblichen Drittstaatenregelungen des betreffenden Mitgliedstaates.

Quelle: DIHK

Exportbeschränkungen

Konformitätsbewertungen und Zertifizierungen von Prüfstellen aus dem Vereinigten Königreich sind in der EU nicht mehr gültig. Zudem gelten für bestimmte Güter Import- und Exportverbote beziehungsweise -beschränkungen. Zum Beispiel Chemikalien oder Abfallprodukte.

Chemikalienregistrierungen, die bis dato über die europäische Chemikalienverordnung "Reach" erfolgt sind, müssen zukünftig in ein neues eigenes britisches System erneut vorgenommen werden.

Lebensmittel die aus Großbritannien in die EU eingeführt werden, müssen seit dem Jahreswechsel eine Voranmeldung und einen Gesundheitsnachweis vorlegen. Das gilt für Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und viele andere Produkte. Die Dokumente müssen im Heimatland beantragt und dem Importeuer vorgelegt werden.

Bei Lebensmittelexporten aus der EU nach Großbritannien gilt dies erst ab April 2021. Großbritannien gewährt eine Übergangsfrist, um die eigene Versorgungslage nicht zu gefährden. Die strengeren Vorschriften werden allerdings für „riskante Lebensmittel", zu denen frischer Fisch oder auch Innereien gehören, sofort angewendet. 

Im Einzelfall ist eine Beratung durch einen Experten unumgänglich. Gerne helfen Ihnen unserer Fachberater bei den Themen auch direkt weiter. Sprechen Sie uns an!

Quelle: DIHK und Beitrag Handelsblatt

Beschäftigung Britischer Staatsangehöriger

Für Bürgerinnen und Bürger und für Unternehmen hat sich bis zum Ende der Übergangsphase bis Ende 2020 erst einmal nichts geändert. Im Laufe des neuen Jahres werden neue Aufenthaltsdokumente ausgestellt.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat stellt hierzu Informationen für britische Staatsangehörige und deren Familienangehörige zum Aufenthaltsrecht nach dem Austrittsabkommen zur Verfügung:

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/verfassung/brexit/faqs-brexit.html;jsessionid=195FCBAFDCBF6C9E697DD954504546D3.2_cid364#doc13119490bodyText4

Wir von DORNBACH halten hierzu auch Experten vor: Von Arbeitserlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung über Fragen des greifenden Besteuerungsrechts bis hin Sozialversicherungsschutz beraten wir Sie mit unserer internationalen Expertise in allen Details. Näheres dazu finden Sie auf unserer Seite Compensation & Benefits.

Regelungen zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit

Für Sachverhalte, die vor dem 01.01.2021 einen grenzüberschreitenden Bezug zum Vereinigten Königreich aufweisen, gelten die Regelungen zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit in dem im Austrittsabkommen festgelegten Rahmen weiter.

Das neue Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich (Partnerschaftsvertrag)

Die EU und das Vereinigte Königreich konnten ein Handels- und Kooperationsabkommen (Partnerschaftsvertrag) für die zukünftigen Beziehungen aushandeln. Das neue Abkommen enthält Regelungen für den Bereich der Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, die im Wesentlichen den Bestimmungen der Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 und 987/2009 entsprechen. Es findet zunächst vorläufig für Situationen Anwendung, die ab dem 01.01.2021 beginnen und vorher keinerlei grenzüberschreitenden Bezug zwischen einem EU-Mitgliedstaat und dem Vereinigten Königreich hatten. Bis spätestens Ende Februar 2021 muss noch das Europäische Parlament seine Zustimmung zu dem Abkommen erteilen.

Dies bedeutet, dass die Regelungen zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit

  • für Sachverhalte, die einen grenzüberschreitender Bezug vor dem 01.01.2021 haben, unter den im Austrittsabkommen genannten Voraussetzungen weiter gelten und
  • für Sachverhalte, die ab dem 01.01.2021 beginnen und vorher keinerlei grenzüberschreitenden Bezug zwischen einem EU-Mitgliedstaat und dem Vereinigten Königreich hatten unter dem im Handels- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich (Partnerschaftsvertrag) genannten Voraussetzungen weiter gelten.

Hinweis für grenzüberschreitende Leistungen bei Krankheit bei vorübergehenden Aufenthalten:

Für grenzüberschreitende Leistungen bei Krankheit gelten ab 01.01.2021 die bisherigen Bestimmungen grundsätzlich fort Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sind hingegen nicht erfasst.

Von deutschen Krankenkassen ausgestellte Europäische Krankenversicherungskarten (EHICs) sowie Provisorische Ersatzbescheinigungen (PEBs) können bei vorübergehenden Aufenthalten im Vereinigten Königreich auch ab 01.01.2021 im bisherigen Format weiterhin eingesetzt werden.

Auch vom britischen Träger ausgestellte EHICs und PEBs können ab 01.01.2021 bei vorübergehenden Aufenthalten in Mitgliedstaaten weiter eingesetzt werden.

Dabei gilt ab 01.01.2021 für vom Austrittsabkommen erfasste Personen Folgendes:

  • Personen, die in vollem Umfang vom Austrittsabkommen erfasst sind (Art. 30 Austrittsabkommen), müssen beim britischen Träger eine EHIC im neuen Design (Citizens‘ Rights-EHIC) bzw. PEB, falls diese noch nicht verfügbar ist, beantragen. Dazu zählen z. B. entsandte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
  • Studierende, die gewöhnlich im Vereinigten Königreich wohnhaft sind und seit einem Zeitpunkt vor Ablauf des Übergangszeitraums (31.12.2020) in einem Mitgliedstaat studieren, erhalten eine eigene EHIC für Studierende. Diese kann einen bestimmten Zeitraum und mittels eines Ländercodes für ein bestimmtes Land begrenzt sein. Aufgrund des neuen Abkommens soll die EHIC für Studierende in allen Mitgliedstaaten – unabhängig vom eingetragenen Ländercode – akzeptiert werden.

Quelle: dvka.de 

 

Ihr Ansprechpartner bei sozialversicherungsrechtlichen Themen

Dipl. Krankenkassenbetriebswirtin Melanie Guttmann

Dipl. Krankenkassenbetriebswirtin Melanie Guttmann

Koblenz
Fon +49 (0) 261 94 31 - 106
Fax +49 (0) 261 94 31 - 360
Mail mguttmann@dornbach.de

Ihre Ansprechpartner zur steuerlichen Optimierung / Umstrukturierung

EMBA, Dipl.-Kaufmann (FH) René Feldgen

EMBA, Dipl.-Kaufmann (FH) René Feldgen

Bergisch Gladbach / NL von Köln
Fon +49 (0) 2202 9 36 17 - 0
Fax +49 (0) 2202 9 36 17 - 99
Mail feldgen@dornbach-koeln.de

Dipl.-Betriebswirt Rolf Groß

Dipl.-Betriebswirt Rolf Groß

Koblenz
Sekretariat Janine Kölzer
Fon +49 (0) 261 94 31 - 105
Fax +49 (0) 261 94 31 - 360
Mail rgross@dornbach.de

Dipl.-Volkswirt Wolfgang Küster

Dipl.-Volkswirt Wolfgang Küster

Koblenz
Sekretariat Anke Maxein
Fon +49 (0) 261 94 31 - 400
Fax +49 (0) 261 94 31 - 460
Mail amaxein@dornbach.de

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Johannes Quast

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Johannes Quast

Koblenz
Fon +49 (0) 261 94 31 - 113
Fax +49 (0) 261 94 31 - 360
Mail jquast@dornbach.de

Dr. h. c. Armin Pfirmann

Dr. h. c. Armin Pfirmann

Saarbrücken
Sekretariat Kristina Becker
Fon +49 (0) 681 8 91 97 - 11
Fax +49 (0) 681 8 91 97 - 17
Mail kbecker@dornbach.de

Dipl.-Finanzwirt (FH) Michael Samson

Dipl.-Finanzwirt (FH) Michael Samson

Koblenz
Fon +49 (0) 261 94 31 - 332
Mail msamson@dornbach.de

Ihre Ansprechpartner zu umsatzsteuerlichen Fragen

Philipp Breker, BBA

Philipp Breker, BBA

Koblenz
Sekretariat Anke Maxein
Fon +49 (0) 261 94 31 - 400
Fax +49 (0) 261 94 31 - 460
Mail amaxein@dornbach.de

Dr. h. c. Armin Pfirmann

Dr. h. c. Armin Pfirmann

Saarbrücken
Sekretariat Kristina Becker
Fon +49 (0) 681 8 91 97 - 11
Fax +49 (0) 681 8 91 97 - 17
Mail kbecker@dornbach.de

Ihre Ansprechpartner zur wirtschaftsrechtlicher Beratung

Dr. Julian Engel

Dr. Julian Engel

Koblenz
Sekretariat Lisa Petschel
Fon +49 (0) 261 94 31 - 142
Fax +49 (0) 261 94 31 - 111
Mail jengel@dornbach.de

Dr. jur. Jochen Hell

Dr. jur. Jochen Hell

Saarbrücken
Sekretariat Irmtraud Kühnen
Fon +49 (0) 681 8 91 97 - 19
Fax +49 (0) 681 8 91 97 - 17
Mail jhell@dornbach.de

Ralf Wickert

Ralf Wickert

Koblenz
Sekretariat Lisa Petschel
Fon +49 (0) 261 94 31 - 142
Fax +49 (0) 261 94 31 - 111
Mail lpetschel@dornbach.de