Digitale Agenda Mittelstand - Von der unternehmerischen Vision zur Digitalstrategie

Ohne Visionen geht's nicht

Wer Visionen hat, so heißt es oft, sollte zum Arzt gehen. Aber bei der Runderneuerung unserer Wirtschaft durch die Digitalisierung geht es nicht ohne Visionen. Denn der digitale Wandel ist nicht, wie viele meinen, ein Technologiethema, sondern eine ökonomische und soziale Herausforderung. Es geht um die Frage, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen - wie wir arbeiten und leben wollen. Und es geht nicht zuletzt um die Frage, womit wir in Zukunft Geld verdienen wollen.

Denn die Digitalisierung verändert die Produkte um uns herum und damit die Art und Weise, wie wir sie nutzen. Die Digitalisierung verändert aber auch die Methoden, mit denen wir die Produkte herstellen, wie wir sie vermarkten und verkaufen, welche Preise wir erzielen können und welche Kunden wir erreichen. Das ist die Herstellersicht. Aus Sicht der Verbraucher ändert sich das Nutzungsverhalten: Müssen wir alles besitzen, was wir benutzen. Ist Mieten und Teilen die clevere Alternative zum Kauf?

In den Medien kann man allenthalben sehen und hören, dass Deutschland den digitalen Wandel verschläft. Gemeint ist damit vor allem der deutsche Mittelstand - also der eigentliche Träger der deutschen Wirtschaft. Dabei wird nie richtig deutlich, woran die Beratungsgesellschaften, die dieses Urteil über Millionen deutsche Unternehmen fällen, dieses Urteil eigentlich messen. An der Anzahl digital gesteuerter Maschinen im Produktionsbereich? An der Anzahl von eShops im Internet? An der Anzahl Follower and Friends in den sozialen Medien?

Nichts davon ist für sich genommen ein relevanter Schritt in die digitale Erneuerung. Wer über das Web mit seinen Kunden kommuniziert, aber das Feedback nicht für die Weiterentwicklung seiner Produkte nutzt, hat die digitale Revolution genau so wenig verstanden, wie der, der seine Fertigung automatisiert hat, aber sich im Dialog mit dem Markt autistisch verhält. Und wer teure Investitionen in die Digitalisierung tätig, nur um das Geschäft genau so weiter zu betreiben wie in den vergangenen Jahrzehnten, hat überhaupt nichts verstanden.

Denn Digitalisierung ist nur vordergründig eine Rationalisierungsmaßnahme. Natürlich kann man mit neuen Maschinen, mit unterbrechungsfreien Kommunikationswegen, mit einer besseren Steuerung des Unternehmens durch Kennzahlen in Echtzeit langfristig Geld sparen und die Margen erhöhen. Aber wer nur in diesen Kategorien denkt, geht davon aus, dass sich die Branche, in der er agiert, dass sich das Geschäftsmodell, dem er folgt, dass sich die Nachfrage, für die er Produkte anbietet, in den kommenden Jahren nicht verändern wird. Genau das passiert aber im Zuge des digitalen Wandels.

Viele Startups aus der Digitalwirtschaft führen uns vor Augen, dass man jahrzehntelang Gewohnheiten mit Hilfe digitale Prozesse über den Haufen werden kann. AirBnB, der weltgrößte Vermittler von Übernachtungen, besitzt keine Betten. Uber, der größte Vermittler von Dienstfahrten, besitzt keine eigene Taxiflotte. Amazon, der weltgrößte Online-Händler, hat (noch) keine eigene Produktion. Und Tesla, Google, Apple oder bisher unbekannte chinesische Newcomer haben keine Automobilvergangenheit - und setzen doch Milliarden auf die batterie-elektrische, autonom fahrende Zukunft des "Autonomobils", mit dem sie die Etablierten herausfordern.

Was die können, kann der deutsche Mittelstand auch. Er hat eine über Jahrzehnte aufgebaute Fähigkeit, sich neuen Rahmenbedingungen anzupassen, Geschäftschancen zu ergreifen und sich immer wieder neu zu erfinden. Genau das ist jetzt gefordert.

Darüber möchten wir mit Ihnen reden. Wir laden Sie ein zum Dornbach-Seminar "Praktischer Weg in die Digitalisierung - Wie geht man vor?" eine Initiative, über die mittelständischen Unternehmen konkrete Hilfe bei der Entwicklung und Umsetzung einer Digitalstrategie gegeben werden soll. An praktischen Beispielen möchten wir Ihnen aufzeigen, wie Sie mit klassischen Managementmethoden eine Vision für Ihre individuelle Vision des digitalen Wandels in Ihrem Betrieb, in Ihrer Organisation entwickeln können. Denn ohne Visionen geht's nicht.

Soviel Zukunft war noch nie.

Donnerstag, 20. Juli 2017, um 18.30 Uhr
in den Tagungsräumen DORNBACH GmbH in Bergisch Gladbach

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns, Sie willkommen zu heißen und bitten Sie, sich bei uns anzumelden. Gerne per Fax +49(0)2202 93617-99 oder per Email event@dornbach-koeln.de. Für Fragen steht Ihnen das Event-Team gerne jederzeit unter der Telefonnummer +49(0)2202 93617-0 zur Verfügung.

Der Autor: René Feldgen, Köln

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