Luxuswagen als Dienstfahrzeuge: Einige Steuerfallen umgangen

Das Grundproblem: einen Sportwagen als Dienstwagen
Ein Unternehmer ohne Angestellte und mit einem durchschnittlichen Einkommen plante, zwei Fahrzeuge zu erwerben: einen SUV im Wert von 120.000 Euro und einen Sportwagen im Wert von 450.000 Euro. Er wollte beide Fahrzeuge dienstlich nutzen und beantragte deshalb eine Ansparabschreibung in voller Höhe der beiden erworbenen Fahrzeuge, das heißt er hatte vor, die Steuer noch vor der Anschaffung abzusetzen, um den Kauf zu ermöglichen.

DORNBACHs Lösung: Dienstfahrzeuge müssen dem Unternehmen angemessen sein
Die Steuerprüfung hätte diesem Antrag nicht oder nur bedingt zugestimmt. Die Anschaffung des SUV kann eine Ansparabschreibung ermöglichen, der Sportwagen jedoch nicht. Es wird bei Anschaffung des Dienstwagens immer auf die Angemessenheit der Anschaffung geschaut. Der Unternehmer verdiente in diesem Fall nicht überdurchschnittlich viel, sodass ein teurer Sportwagen nicht zur Repräsentanz des Unternehmens beigetragen hätte und deshalb keine notwendige Anschaffung gewesen wäre.

Ein weiteres Beispiel
Ein weiteres mittelständiges Unternehmen, ein Gärtnereibetrieb, wollte einen Maserati im Wert von 300.000 Euro von der Vorsteuer abziehen, um den Wagen dienstlich zu nutzen.

DORNBACHs Lösung: Auch die Gewinnspanne ist entscheidend
Auch hier wird zunächst auf die Angemessenheit des Firmenwagens geschaut. Bei einem Gärtnereibetrieb ist zunächst nicht davon auszugehen, dass der kostspielige Luxuswagen relevant für die Firmenrepräsentanz ist. Ist jedoch der Durchschnittsgewinn des Betriebs in Relation zum Listenpreis des Sportwagens zu setzen, kann die Angemessenheit anders ausgewertet werden. Die Regel ist: Liegt die Anschaffung um ein Vielfaches über dem jährlichen Durchschnittsgewinn, wird zumindest nicht der gesamte Betrag von der Vorsteuer abgezogen. Im vorliegenden Fall hat das Team von DORNBACH den Durchschnittsgewinn der letzten vier Jahre geprüft, um im Vorfeld eine Entscheidung über die Angemessenheit des Fahrzeuges fällen zu können. Dies erspart dem Kunden Zeit und Geld. Der Gärtnereibetrieb konnte dann einen Wagen im Wert von 150.000 Euro vollständig von der Vorsteuer abziehen.

Vorgehensweise
Für die Experten von DORNBACH war es wichtig, jeden der beiden Fälle sehr individuell zu behandeln. Transparenz und genaue Erklärungen spielen eine genauso große Rolle wie das Eingehen auf die persönlichen Vorstellungen des Kunden. Nur so kann eine optimale Lösung für steuerrechtliche Fragen gefunden werden.

Fall zur Privatnutzung: Die Privatnutzung des Dienstfahrzeuges war zu teuer
Der Leiter eines mittelständigen Unternehmens hatte einen neuwertigen Mercedes als Dienstwagen angemeldet und diesen dementsprechend versteuert. Er nutzte ihn für die Fahrt zur Arbeit und zu Kundenterminen. Nun wollte er sein Fahrzeug aus Gründen der Kosteneffizienz auch für private Fahrten nutzen. In der Regel wird dies mit der sogenannten 1%-Regel versteuert. Monatlich werden 1% des Listenpreises des Wagens (in diesem Fall 10.000 Euro) auf die Steuer gerechnet. DORNBACH zeigte ihm auf, wie er diese Regelung umgehen kann.

DORNBACHs Lösung: Bei Luxuswagen kommt man ohne Fahrtenbuch nicht weit
Möchte man bei der Privatnutzung von Dienstwagen Steuern sparen, muss man ein Fahrtenbuch führen. Ist der Wagen als Dienstwagen versteuert worden, muss er auch zu mindestens 50% dienstlich genutzt werden. Dazu kommt, dass je höher der Wert des Wagens ist, desto genauer schauen die Steuerprüfer auf die Nutzung des Wagens. Dornbach sprach daher die Empfehlung aus, das Fahrtenbuch von nun an sehr akribisch zu führen und jede Fahrt mit Kilometern dokumentiert. Anderenfalls empfiehlt sich ein privater PKW.

Vorgehensweise
Die Experten von DORNBACH haben mehrere Optionen gehabt: entweder von einem Dienstfahrzeug abraten, einen Mittelklasse PKW anzumelden oder die 1%-Regel mit einem Fahrtenbuch zu umgehen. Es war jedoch wichtig, auf die individuellen Wünsche des Kunden einzugehen. Deshalb wurde ihm die Versteuerung des Luxuswagens möglich gemacht.

Kontaktieren Sie uns
  • Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Mit dem Absenden des Kontaktformulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.